Pubertät – ach ja, das ist der Zustand wo einem alles zu viel wird, nur noch ein Leben ohne Grenzen wird akzeptiert, das Essen zu Hause ist der letzte Schlangen…, Mädels sind soooo interessant, die besten Freunde sind grottenlangweilig, der Spaziergang findet im Schleichschritt hinter den “Alten” her oder weit genug weg, damit auch keiner sieht, der muß mit seiner Regierung gehen, statt. Andererseits kann man wie Graf Koks von der Gasanstalt die Federn spreizen und besonders wichtig und stark den Maxe machen. Entweder bis in die puppen in den Federn liegen oder hektisch von Tür zu Tür staksen. Plötzlich ohne Vorwarnung ganz lieb wie früher sein, ohne Diskussionen und Gezeter hören, futtern bei Muttern ,schmusen und kuscheln. Tja, wer kennt sie nicht, diese eklige Pubertät! Die jungen Hündinnen finden mich doof und die alten zu aufdringlich. Ach ja, die Rede ist natürlich von unserem Hund! Nun hoffe ich, dass sich dieses Machogehabe bald wieder gibt. Bei den Kindern war es einfacher, da konnte man die Diskostunde um eine Stunde verlängern. Aber welcher Hund will schon in die Disko? Ach ja, die Leine lang lassen! Mach ich doch glatt, 10m -früher lief der Hund ohne Leine besser! Längst vergessene Kindergeburtstagsspiele werden umfunktioniert und dem Hund im Wald zur Beschäftigung angeboten. Siehste, es kommt eben alles wieder ! Gestern war mein Hund so nett, er hat ganz freiwillig beim Aufräumen geholfen, aber leider an der falschen Stelle. Zum Ausgleich wurde heute kein Jogger angenknurrt , auf fast jedes, aber auf jedes zweite “hier” sofort reagiert. Ich wage kaum zu glauben, dass es aufwärts geht. Ob das ganze bei Hunden auch so lange dauert wie bei den Menschen ?
