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Am letzten Wochenende -ich denke mit Grauen daran zurück- wurde ich erst in die Badewanne gepackt, mit köstlichen Blutwurststückchen versorgt, und abgerubbelt. Das eine war… gut!, das andere weniger. 18 Stunden und einige Autobahnkreuze weiter, ging in Minden auf dem Parkplatz gleich die Post ab. Mensch, habe ich die Damen begrüßt! Das gefiel einigen älteren Knaben absolut nicht und, meine Napfträger waren mit der Leine und meinen 22kg Lebendgewicht richtig gut beschäftigt. Beim Abendbüfett mußte ich unter dem Tisch bleiben, das hat mich aber absolut nicht gestört. Dort tobten sich meine Tanten aus der F-Linie aus und ich konnte den einen oder anderen Ohrenschmatz anbringen. Am nächsten Vormittag wurde ich von Heike, Helena, Sarah und Batida vor der Ausstellungshalle begrüßt. Ajo war mit dem falschen Fuß aufgestanden (wie ich am Tag vorher) und blieb auf Distanz. Zu Hause hatte ich jeden Tag mit den Chefs “Ohren-, Augen- und Zähnegucken” geübt, es hing mir schon fast zum Hals raus. Also dachte ich mir im Ring: Junge, zeig die Beisserchen und dann ist die Klappe zu und du machst die Mücke. Ich habe meinen Kumpels vor dem Ring sozusagen live alles berichtet, was dem Herrn Richter umd vor allem meinem Wolfgang absolut nicht gefiel. Bei der Juniorvorführung mit Helena habe ich mich zusammengerissen, konnte aber mein loses Maul nur schwer bezwingen. In der Zuchtgruppenvorführung war ich so heiser vom ganzen Gekläffe, dass ich, um nicht am nächsten Tag vor meinen Freunden mit Rheila und Rentnerstola erscheinen zu müssen, die Schnauze gehalten und mich ordentlich betragen habe. Ein Hund will sich vor den eigenen Schwestern schließlich nicht wie ein Welpe aufführen. Ob ich mal einen Antrag bei der KZG stelle, dass wir Eurasier unsere Chefs bei der nächsten Schau vorführen mit “allem” was dazu gehört?
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Wuff und dreimal in Windhundsekunden um den Platz gerannt, eeeendlich bin ich 1 Jahr alt !!! Mit allen meinen Freunden habe ich eine große Waldsause gestartet. Jeder bekam eine Leckerchenstange und ab durch die Büsche! Mein Kumpel Sam hat mir einen wunderschönen roten Beissring mitgebracht. Wolfgang und Bärbel servierten ein Festmenü “Würstchen an Rührei” – Am Tag vor meinem 1. habe ich noch einmal so richtig die Wildsau raus gelassen und jeden Welpenstreich neu erfunden. Blumen rupfen, CDs klauen, Kochbücher über Hackgerichte umarbeiten – jawohl, die erste Seite habe ich entfernt, das Rezept sagte mir nicht zu! Das Telefonbücher wurden frisiert und… mit meinem Spezi, dem Border Collie Felix, habe ich einen Schaukampf auf freiem Feld, im Wasser und zum Schluß auf dem Abreitplatz bei meinen Pferdefreunden aufgeführt. Junge, Junge, sah der Felix aus, erst schwarz, dann schlammbraun! Mein Freund Sam fand die neue Tarnfarbe so gut, dass er mich gar nicht erkannt hat. Zu Hause gab es eine Debatte Wanne oder nicht? Nee, nicht nach Wanne Eickel, die beiden meinten unter die Dusche! So ein Quatsch, im Wasser war ich doch gerade erst! Also, ich habe die Opposition “nicht Waschen, das Ferkel sieht morgen wieder so aus” gestärkt und mich auf mein Bett verzogen. Drei Kehrschaufeln und 5 Stunden weiter hatte der Sand den Schmutz aus meinem Fell gelöst und ich mich durch kräftiges Schütteln vom Sand befreit. Nun sah ich aus wie frisch geduscht! Na, siehste! Jetzt kann ich endlich allen sagen: bald werde ich 2!! Ich bin nun im Vorschulkurs für Begleithunde und in der Pubertät. Was das ist, weiß ich auch nicht so genau, es muss aber etwas mit den Hündinnen und anderen Rüden zu tun haben. Hinter den einen bin ich her und die anderen grummel ich an – nicht weiter sagen, ich tu nur so, viel lieber spiele ich mit allen auf der Wiese oder im Ölbach. Was ich noch los werden muss: Welpe möchte ich jedenfalls nicht mehr sein, sonst kriege ich wieder den Müslipapp serviert – igitttt, das habe ich tatsächlich freiwillig gefressen?!
Euer Encas
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