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Pubertät – ach ja, das ist der Zustand wo einem alles zu viel wird, nur noch ein Leben ohne Grenzen wird akzeptiert, das Essen zu Hause ist der letzte Schlangen…, Mädels sind soooo interessant, die besten Freunde sind grottenlangweilig, der Spaziergang findet im Schleichschritt hinter den “Alten” her oder weit genug weg, damit auch keiner sieht, der muß mit seiner Regierung gehen, statt. Andererseits kann man wie Graf Koks von der Gasanstalt die Federn spreizen und besonders wichtig und stark den Maxe machen. Entweder bis in die puppen in den Federn liegen oder hektisch von Tür zu Tür staksen. Plötzlich ohne Vorwarnung ganz lieb wie früher sein, ohne Diskussionen und Gezeter hören, futtern bei Muttern ,schmusen und kuscheln. Tja, wer kennt sie nicht, diese eklige Pubertät! Die jungen Hündinnen finden mich doof und die alten zu aufdringlich. Ach ja, die Rede ist natürlich von unserem Hund! Nun hoffe ich, dass sich dieses Machogehabe bald wieder gibt. Bei den Kindern war es einfacher, da konnte man die Diskostunde um eine Stunde verlängern. Aber welcher Hund will schon in die Disko? Ach ja, die Leine lang lassen! Mach ich doch glatt, 10m -früher lief der Hund ohne Leine besser! Längst vergessene Kindergeburtstagsspiele werden umfunktioniert und dem Hund im Wald zur Beschäftigung angeboten. Siehste, es kommt eben alles wieder ! Gestern war mein Hund so nett, er hat ganz freiwillig beim Aufräumen geholfen, aber leider an der falschen Stelle. Zum Ausgleich wurde heute kein Jogger angenknurrt , auf fast jedes, aber auf jedes zweite “hier” sofort reagiert. Ich wage kaum zu glauben, dass es aufwärts geht. Ob das ganze bei Hunden auch so lange dauert wie bei den Menschen ?
Am letzten Wochenende -ich denke mit Grauen daran zurück- wurde ich erst in die Badewanne gepackt, mit köstlichen Blutwurststückchen versorgt, und abgerubbelt. Das eine war… gut!, das andere weniger. 18 Stunden und einige Autobahnkreuze weiter, ging in Minden auf dem Parkplatz gleich die Post ab. Mensch, habe ich die Damen begrüßt! Das gefiel einigen älteren Knaben absolut nicht und, meine Napfträger waren mit der Leine und meinen 22kg Lebendgewicht richtig gut beschäftigt. Beim Abendbüfett mußte ich unter dem Tisch bleiben, das hat mich aber absolut nicht gestört. Dort tobten sich meine Tanten aus der F-Linie aus und ich konnte den einen oder anderen Ohrenschmatz anbringen. Am nächsten Vormittag wurde ich von Heike, Helena, Sarah und Batida vor der Ausstellungshalle begrüßt. Ajo war mit dem falschen Fuß aufgestanden (wie ich am Tag vorher) und blieb auf Distanz. Zu Hause hatte ich jeden Tag mit den Chefs “Ohren-, Augen- und Zähnegucken” geübt, es hing mir schon fast zum Hals raus. Also dachte ich mir im Ring: Junge, zeig die Beisserchen und dann ist die Klappe zu und du machst die Mücke. Ich habe meinen Kumpels vor dem Ring sozusagen live alles berichtet, was dem Herrn Richter umd vor allem meinem Wolfgang absolut nicht gefiel. Bei der Juniorvorführung mit Helena habe ich mich zusammengerissen, konnte aber mein loses Maul nur schwer bezwingen. In der Zuchtgruppenvorführung war ich so heiser vom ganzen Gekläffe, dass ich, um nicht am nächsten Tag vor meinen Freunden mit Rheila und Rentnerstola erscheinen zu müssen, die Schnauze gehalten und mich ordentlich betragen habe. Ein Hund will sich vor den eigenen Schwestern schließlich nicht wie ein Welpe aufführen. Ob ich mal einen Antrag bei der KZG stelle, dass wir Eurasier unsere Chefs bei der nächsten Schau vorführen mit “allem” was dazu gehört?
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Wuff und dreimal in Windhundsekunden um den Platz gerannt, eeeendlich bin ich 1 Jahr alt !!! Mit allen meinen Freunden habe ich eine große Waldsause gestartet. Jeder bekam eine Leckerchenstange und ab durch die Büsche! Mein Kumpel Sam hat mir einen wunderschönen roten Beissring mitgebracht. Wolfgang und Bärbel servierten ein Festmenü “Würstchen an Rührei” – Am Tag vor meinem 1. habe ich noch einmal so richtig die Wildsau raus gelassen und jeden Welpenstreich neu erfunden. Blumen rupfen, CDs klauen, Kochbücher über Hackgerichte umarbeiten – jawohl, die erste Seite habe ich entfernt, das Rezept sagte mir nicht zu! Das Telefonbücher wurden frisiert und… mit meinem Spezi, dem Border Collie Felix, habe ich einen Schaukampf auf freiem Feld, im Wasser und zum Schluß auf dem Abreitplatz bei meinen Pferdefreunden aufgeführt. Junge, Junge, sah der Felix aus, erst schwarz, dann schlammbraun! Mein Freund Sam fand die neue Tarnfarbe so gut, dass er mich gar nicht erkannt hat. Zu Hause gab es eine Debatte Wanne oder nicht? Nee, nicht nach Wanne Eickel, die beiden meinten unter die Dusche! So ein Quatsch, im Wasser war ich doch gerade erst! Also, ich habe die Opposition “nicht Waschen, das Ferkel sieht morgen wieder so aus” gestärkt und mich auf mein Bett verzogen. Drei Kehrschaufeln und 5 Stunden weiter hatte der Sand den Schmutz aus meinem Fell gelöst und ich mich durch kräftiges Schütteln vom Sand befreit. Nun sah ich aus wie frisch geduscht! Na, siehste! Jetzt kann ich endlich allen sagen: bald werde ich 2!! Ich bin nun im Vorschulkurs für Begleithunde und in der Pubertät. Was das ist, weiß ich auch nicht so genau, es muss aber etwas mit den Hündinnen und anderen Rüden zu tun haben. Hinter den einen bin ich her und die anderen grummel ich an – nicht weiter sagen, ich tu nur so, viel lieber spiele ich mit allen auf der Wiese oder im Ölbach. Was ich noch los werden muss: Welpe möchte ich jedenfalls nicht mehr sein, sonst kriege ich wieder den Müslipapp serviert – igitttt, das habe ich tatsächlich freiwillig gefressen?!
Euer Encas
Als wir vor einem Jahr die Nachricht bekamen, dass bei einem Züchter sechs Welpen geboren wurden und wir einen “Kleinen” aus dem Wurf bekommen könnten, war die Freude groß. So schnell hatten wir nicht mit einer Zusage gerechnet. Noch am gleichen Tag räumten wir die Wohnung welpengerecht um. Und dann begann das Warten bis zum ersten Besuch, dem natürlich weitere folgten. Heike und Günter Klein-Katthöfer nahmen uns in die Großfamilie der Eurasier auf und betreuten uns von nun an so gut wie ihre Welpen. Encas verlebte ein Wellnesswochenende bei Mama Batida und besuchte später seinen Papa Cordan und Familie Klein in Neuwied. Euch allen sagen wir Dankeschön für diesen wunderschönen Hund und für die liebevolle Aufnahme in die Eurasierfamilie. Wolfgang, Bärbel und das Geburtstagskind Encas
Hey, Platz gemacht, Bahn frei, ich fahre meinen Papa besuchen! Frisch gestriegelt mit einer Prise Koiwasser von meinem letzten Bad auf dem Fell (Papa liebt saubere Eurasier) springe ich ins Auto. Ob Papa auch so streng sein kann wie Mama Batida? Egal, ich werde mich nicht mit ihm um den Zugang zur Küche streiten. Eines steht aber fest, seine Dosenöffner haben phantastische Leckerchen, dafür nehme ich einiges auf mich! Ich bin noch nicht ganz aus dem Auto, da steht Paps auch schon am Gartenzaum und keift los: “Na,Bursche, begrüsse deinen Vater wie es sich gehört – warte, ich komme raus und schaue mir erst einmal an, ob du nicht wieder in irgendeiner Matschkuhle warst – sonst kommst du mir nicht rein – wau wau! Ist ja schon gut, Alter! Also, denn mal die altmodische Tour denke ich noch und beginne mit der Prozedur “Ohren anlegen, Lefzen lecken, Pföteln und notfalls auch noch den Kniefall”. Papa guckt sich das ganze erhaben an und meint, dass man nun mal eine Entspannungsrunde durch den Wald drehen kann. Oh, prima, vor lauter Demut muß ich erst einmal ans Bäumchen. Papa hat übrigens Verstärkung mit gebracht, einen niedlichen Border Collie, der läuft bestimmt auch gern durch Wald und Matsch, nur sein Stöckchen trägt er doch lieber allein. Es geht durch den Busch und dann läßt Papi mich endlich in seinen Garten. Dort bekomme ich von ihm noch einmal gesagt, wie sich junge Eurasier zu verhalten haben und dann darf ich endlich mit an den Kaffeetisch. Vorsichtshalber bleibe ich mucksmäuschenstill liegen – Väter verstehen da keinen Spaß! Aber dann geht es zur Sache.Ich darf mit Papi im Garten toben. Das ist ein Spaß, endlich wieder ein Eurasiertänzchen und diese ganzen feinen Tobespiele. Schade, dass Papi nicht näher bei uns wohnt – der kennt bestimmt noch viele Tricks. Von Papis Leinenhaltern bekam ich so köstliche Leckerchen, da läuft mir jetzt noch das Wasser im Maul zusammen. Aber das beste kommt noch. Papa hat auch einen Pool im Garten. Den habe ich zum Abschied noch kurz besucht, um mir nach dem schönen Spiel die Pfoten abzukühlen. Papa hatte nichts dagegen, er findet Wasserspiele kindisch und doof! Also, mein Besuch bei Paps war Suuuper-eurasiermäßig gut!
Euer Encas
Nun, wo geht es denn heute hin? Hat mein Herrchen sich das auch überlegt… so ein großer Teich mit netten Enten – na, wenn das nicht zum Baden einlädt! Wie gemein, hier heißt es: “Hunde an die Leine und nicht an die Uferböschung”, das merke ich mir (nicht !). Jetzt bin ich brav mit gezottelt ohne auf Baumstämmen oder in Abhängen zu turnen, mal sehen, ob ich am Wassereinlauf ein kurzes Bad nehmen darf. Jau, saufen und Wassertreten erlaubt aber zum Schwimmen reicht es nicht. Was haben meine beiden Leinenhalter entdeckt? “Pilgerweg mit Jakobsmuschel” – ob ich hier an der langen Leine laufen darf? Und wie appetitlich das hier nach Häslein und Rehlein duftet! Aber ich werde natürlich sofort zurück gerufen “Encas, du bist auf dem Pilgerweg, da beträgt man sich!” Ist ja schon gut, Hauptsache am Ende des Weges will keiner meine Zähne oder Ohren angucken. Dafür übe ich fleißig aber ungern mit meinen Beiden. Oh, da pilgert wohl noch jemand, der muß an der Leine liegen und den Leuten beim Essen zu schauen. Wenn das auch zum Pilgern gehört, finde ich die Sache doof! Mal schauen, ob ich etwas für den Kumpel tun kann, und er mit mir eine flotte Runde drehen darf. Siehste, wir haben großes Ehrenwort gegeben und dürfen nun beide frei herumtollen. Mein Kumpel wohnt in der Prärie, ist 9 Monate alt, und freut sich über jeden Besuch. Nach einer zünftigen Brotzeit verabschiede ich mich – aber ich komme bestimmt wieder! Und schau da, meine Bademeister erlauben wir auf dem Rückweg den Sprung in den großen Pool, der hier Heilenbecker Talsperre heißt. Das war ein eurasierstarker Tag. Da möchte ich jeden Tag pilgern oder so.
Gruß,
Encas
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